Akif Pirincci, Sarrazin, Eva Herman – und die Folgen

Alexander Heumann ist Gastautor des Onlinemagazins „Compact-Magazin.com“ von Jürgen Elsässer. Hier der Link zum Artikel „Wir reiten mit Kamelen durch Berlin. Akif Pirincci, Sarrazin, Eva Herman – und die Folgen“:  https://www.compact-online.de/wir-reiten-mit-kamelen-durch-berlin-pirincci-sarrazin-eva-herman-und-die-folgen/

Wer Visionen hat, soll zum Arzt gehen“, sagte weiland Helmut Schmidt, aber das war gestern. Als Thilo Sarrazins publizistischer Kassandra-Ruf Deutschland schafft sich ab ertönte, hofften viele Konservative, dies sei der ersehnte Startschuss zu einer Renaissance von Realismus und nüchternem Menschenverstand. Ähnlich wie das Mittelalter an wiederentdeckten geistigen Schätzen der Antike – Logos, Aufklärungsideale „Freiheit, Gleichheit, Brüderlichkeit“, universale Menschenrechte, Demokratie – gesundete.

Eine sachliche Debatte zu Sarrazins zuwanderungskritischen Thesen fand aber praktisch nicht statt.

Jedenfalls nicht in der Öffentlichkeit, sondern höchstens unter vier Augen oder am verfemten Stammtisch. Der Preis der angeblichen „Meinungsfreiheit“ ist hoch; nur die Wenigsten hätten die Möglichkeit, ihre bürgerliche Existenz zu räumen, um als Schriftsteller, Politiker, Gesamtkunstwerk oder Pussy Riot weiterzumachen. Wenn überhaupt sind es meist Ex-Politiker, Ex-Manager, Ex-Journalisten und Ex-Staatsanwälte, die plötzlich ihren Knebel wegspeien und die Klappe aufmachen; das ist bei Mafiosi auch nicht anders.

Sarrazin setzte nach mit Deutschland braucht den Euro nicht, ebenfalls ein Bestseller. Insgesamt bereitete er in einer aus dem Lot geratenen Republik mit links-liberal-grüner Schlagseite wohl den geistigen Boden für das plötzliche Entstehen einer politischen Alternative für Deutschland (AfD). Die wollte jedoch mit Sarrazin nichts zu tun haben und kehrte verschämt unter den Teppich, dass AfD-Mitglieder mit großer (Online-)Mehrheit Deutschland schafft sich ab zum besten, zivilcouragiertesten Buch der letzten Jahre gewählt hatten. Trotz eines nicht nur gefühlten Potentials für eine „bürgerlich-konservative Partei rechts von der CDU“ von immerhin 20 Prozent (Quelle: Focus im Herbst 2010, zitiert nach Felix Krautkrämer, „Aufstieg und Etablierung der AfD“, JF-Edition, 2014, S. 6) blieb es am Ende für die AfD bei der Bundestagswahl 2013 bei nur 4,7 Prozent der Wählerstimmen.

Knapp verfehlt ist eben auch vorbei. Statt der erhofften geistig-moralischen Wende verfolgen jetzt die links-liberalen Deutschen-Hasser von SPD und CDU vereint in einer großen Koalition mit Euro, Banken-, Haftungs- und Transfer-Union und Osterweiterung im Verein mit Schengenabkommen ihre neo-liberale EU-Utopie von den Vereinigten Staaten von Europa mit Hochdruck weiter. Und natürlich ihr Credo: Kein Mensch ist illegal. Oh ja: „Wir reiten mit Kamelen durch Berlin“: Treffender Chorus eines satirischen Songs des Kabarettisten Andreas Rebers.

Nächster Halt: Doppelte Staatsangehörigkeit für hier aufgewachsene Türken: Weg mit der menschenrechtswidrigen Zumutung, eine Entscheidung zu treffen, Rosinentheorie ist ja auch viel integrationsfreundlicher für eine relativ geschlossen an einem Strang ziehende Wählergruppe mit Wachstumspotential und baldigem überproportionalen politischen Einfluss als Zünglein an der Waage.
Ebenfalls in Arbeit: Auch die marode und korruptionsverseuchte Ukraine soll die EU bereichern – und am besten gleich in die NATO. Dazu selbstmörderische wirtschaftliche Sanktionen „Stufe 3“ gegen Russland. Deutschland – endlich geführt von Frauen – versucht sich in Außenpolitik …
Der GEZ-Michel denkt: Die Tagesschau hat immer recht. Aber ausgewogene Berichterstattung und Debatten dürfen immer erst anfangen, wenn die politischen Gleise längst gelegt sind, z. B. im Monitor.

Die Strategie der Debattenverweigerung funktionierte ja schon gegen Eva Hermans „gender“-und krippenkritische Familien-Thesen. Auf diesem Sektor allerdings konnte der Staffelstab der von Groß-Inquisitor Johannes B. Kerner vernichteten Ex-Tagesschau-Sprecherin nach dem lächerlichen „Sexismus#“-Gate des armen Herrn Brüderle mittlerweile von Birgit Kelle in modifizierter Form (Dann mach´ doch die Bluse zu!) erfolgreich aufgegriffen werden. Hier tut sich was. Und mit dem baden-württembergischen „Bildungsplan 2015“ für Schulkinder mit seinem irren Kult um Vibratoren, Liebeskugeln und Darkrooms aus der Feder pädophiler Grüner hat man aktuell wohl eine unsichtbare rote Linie überschritten und wütende Eltern und Spießer – Gott sei´s gedankt – endlich en masse vom Sofa auf die Straße geholt: Geordneter Rückzug von Crazy-Crazy-Kretschmar, der sich jetzt doch lieber erst noch einmal mit seinen trans- und intersexuellen Freunden beraten möchte. Das ist auch ratsam, oh Cäsar! Die spinnen nämlich, die Römer, aber sie wissen es nicht und werden schon bald – Obacht! – das Ding neu verpacken und wieder kommen wie der rosarote Panther, keine Frage!

Jetzt erscheint Akif Pirincci auf der Bildfläche. Die türkische Reinkarnation von Ekel Alfred hat mit dem Bestseller Deutschland von Sinnen einen publizistischen atomaren Erstschlag gegen den irren Kult um Frauen, Homosexuelle und Zuwanderer gezünde(l)t. Schade eigentlich, dass man derart um sich schießen muss, um überhaupt noch unbequeme Inhalte in den öffentlichen Diskurs transportieren zu können. Wenn man Pirinccis Buch mit totgeschwiegenen, völlig underrateten oder sogar feige boykottierten konservativen Autoren vom Schlage eines Manfred Kleine-Hartlages, Karl-Heinz Weißmanns oder Thorsten Hinz vergleicht, dann muss man – ganz unabhängig vom Stil – Attribute wie „genial“ eher für Letztere reservieren, obwohl das Buch inhaltlich weit besser als sein bisheriger Ruf beim Mainstream ist und Viele bei der Lektüre – insgeheim – nachdenklich werden dürften, womit sein Zweck erfüllt ist. Good Job! Brachiale Wahrheit ist eben, wenn ohnehin nichts Anderes mehr zieht, allemal besser als höflicher Unsinn.

Auf jeden Fall hat das Buch Durchschlagskraft wie Michael Douglas in Falling Down und man kann es nur lieben oder hassen. So oder so sieht man gerne über logische Brüche hinweg: Was will der sich anarcho-libertär gebende Akif eigentlich, der das Wort „sozial“ zum Schimpfwort erklärt: Freiheit vom Staat (insbesondere dessen Steuern- und Abgabenzumutungen) und ideologisch freie Fahrt für freie Bürger ? Oder Freiheit im Staat (was einermaßen geordnete Verhältnisse voraussetzen würde, die aber auch nicht für Umme zu haben sind) ? Vielleicht ginge ja Beides. Aber dafür müssten eben erst einmal die Milliarden-Verschwendungen für Euro-Rettung und grenzenlose, unkontrollierte Zuwanderung (Nigal Farrage: „You ain´t seen nothing yet !“) aufhören. Womit sich Akifs zorniger Kreislauf wieder schließt. Aber innerhalb der EU geht bis auf Weiteres nichts davon.

Wer – wie der Mainstream – erst die demographische Katastrophe der westlichen Welt ideologisch verursacht, um dann – als nächsten Schritt – mit eben dieser Katastrophe seine utopisch-liberale Agenda in einem logischen Zirkelschluss legitimiert, sollte überlegen, warum man nicht dem Altenpfleger, der jungen Krankenschwester mehr Lohn geben sollte, anstatt ständig auf billige Pflege- und sonstige „Fachkräfte aus dem Ausland“ zu schielen, wegen denen der deutsche Patient bald an die 20 Sprachen erlernen muss, um im Krankenhaus eine reelle Überlebenschance zu haben? Warum nicht das aufgrund einer EU-Richtlinie erforderlich gewordene Antidiskrimierungsgesetz – wenn man so einen in Gesetzesform geronnenen Schwachsinn schon mal hat – zugunsten wohnungssuchender Familien mit Kindern ausdehnen? Man muss allerdings leider mal ganz brutal sagen: Es reicht nicht aus, die drohende umgekehrte Bevölkerungspyramide irgendwie wieder vom Kopf auf die Füße zu stellen. Das muss primär geschehen durch fehlende Mittelschichtskinder. Von Eltern, die noch deutsch in Wort und Schrift beherrschen und diesen andere Vorbilder als Bushido und andere Lebensziele als Kriminelle dicke Hose mit Manta mit auf den Weg geben. Denn allenfalls diese könnten den „Fachkräftemangel“ der Wirtschaft beheben und die Sozial- und Rentenkassen auffüllen (statt ihnen lebenslang auf der Tasche zu liegen). Der „irre Kult um Frauen“, Quoten, Krippen, Zuwanderer und Bildungsnivellierung wird daher nicht ausreichen, um den demographischen Teufelskreislauf umzudrehen.

Ebenso wenig ständige Vorführung der Männer in der Werbung als Trottel. Auch nicht ein Scheidungs-, Unterhalts-, Sorge- und Steuerrecht, das diese vom Gedanken an Familiengründung abschrecken muss, da ein Schicksal als „Scheidungskrüppel“ oder „Zahlvater“ droht. Eher kontraproduktiv wirkt sich wohl auch ein sexueller Umerziehungs-„Bildungsplan 2015“ für Kinder aus, vor dem ihre Eltern sie nicht schützen dürfen (Ordnungsgelder und ersatzweise Haft wegen Schulschwänzens). Vorfahrt gibt es ja insoweit nur für Moslems, für die ganze Schulen und Schwimmbäder umgestaltet werden, um einer missverstandenen „Religionsfreiheit“ genüge zu tun. Welcher intelligente – deutsche – Schwachkopf will denn da noch eine Familie gründen?

Jedenfalls rieseln seit Erscheinen von Deutschland von Sinnen die Trümmer ununterbrochen vom Himmel. Der Versuch des Totschweigens wäre hier wegen des Internets und der sozialen Medien vergeblich und das ist gut so! Jeden Tag artikuliert sich namenloses Entsetzen im Blätterwald, ein verbitterter Stil-Kritiker nach dem anderen schießt reflexartig aus der Hüfte gegen angebliches „Hass-Predigen“ bis zur „rassistischen“ Volksverhetzung, es wird schon bald langweilig. Akif Pirincci macht jedoch nicht „Stimmung gegen Zuwanderer, Homosexuelle und Frauen“ – wenn überhaupt, dann gegen eine bestimmte Sorte davon -, sondern gegen „links-grün-versiffte“ Politiker, Journalisten – und nicht zuletzt Richter (!), die vor jener Sorte genauso den roten Teppich ausrollen und erbärmlich buckeln wie vor den vermummten SA-Truppen der Antifa, wenn es mal wieder heißt: „Schönes Haus hast Du!“.

Eines steht aber jetzt schon fest: Eine inhaltliche Debatte wird es genauso wenig geben wie zu Songs von Bushido. Erst recht nicht eine direkte Demokratie, in dem der Bürger mal etwas zu entscheiden hätte, sowas dürfen nur die Schweizer.

Islam-, Asylmissbrauchs- und “Flüchtlings“-Kritiker, die auf der Straße demonstrieren, werden – ohne Prüfung des Wahrheitsgehaltes ihrer Proteste – vom Verfassungsschutz verfolgt, weil man Bock und Gärtner verwechselt. Angeblich „Liberale“ schweigen lieber gleich. Zur Ignoranz gesellt sich zunehmend die heimliche Angst vor den Kopf-Treter-Banden; haben die Deutschen das etwa nicht schon einmal erlebt, ohne rechtzeitig Widerstand zu leisten?!

Derweil lässt man die echten Demokratie-Feinde in aller Ruhe unseren Schuld-Komplex ausschlachten: Eine EU-Bürokratie, die Schulden europaweit sozialisiert und die Gewinne dem Banken- und Finanzsektor zuweist, also von Fleißig nach Reich umverteilt und – frank, frei und grenzenlos freizügig – dem sich in einer Art Sandwich-Position befindenden erwerbstätigen Teil der Bevölkerung zusätzlich noch die Rolle des Sozialamtes der Welt aufbürdet.

Gleichzeitig kaufen sich Wahabiten aus Katar etc. schon einmal in Europa ein und Islam- /Türkeiverbände arbeiten darauf hin, den maroden Laden zu übernehmen.

Links-liberale Grüne, Genderfanatiker, Feministen und Sozialromantiker müsste das alles eigentlich am meisten stören, haben aber den Schuss nicht gehört, weil sie mit dem Kopf tief im Sand ihrer Utopien stecken. Oder eben selbst längst des Teil des Problems sind: Als Nutznießer oder Karrieristen der milliardenschweren Gender-, Migrations- und „Anti-Faschismus“-Industrie und ihrer Apologeten in Politik, Medien, Universitäten und Schulen, die bleiern schwer auf diesem Land liegt. Die „Deutschen von Sinnen“ – eine Dokusoap. Fortsetzung folgt.

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