Der Ukrainekrieg ist auch für die AfD die „Stunde der Wahrheit“ (Martin Sellner)

Nur noch eine Weiterentwicklung der AfD zur „Querdenker“-Partei im Sinne einer Synthese zwischen AfD- und Wagenknecht-Fans könnte in Deutschland das Ruder noch herumreißen.

Die AfD ist die einzige wahre Oppositions-Partei im deutschen Bundestag.  Leider ist sie ursprünglich von ehemaligen CDU-Mitgliedern als transatlantisch gestimmtes Projekt gegründet worden.

Mitglieder wie v.a. Dr. Wolfgang Gedeon haben 2014 auf einem Parteitag, der sich – anders als die Funktionäre – gegen antirussische Wirtschaftssanktionen aussprach, für Kurskorrekturen und erstmalige NATO-Kritik gesorgt.


Dennoch erweist sich die mangelnde programmatische Weitsicht der Gründungsriege als einer der Hauptgründe für die immer desaströsere Lage einer von Sollbruchstellen zerpflügten Partei, die nie in der Lage war, wirklich gemeinsam an einem Strang zu ziehen.

Nichtsdestotrotz empfehle ich bis auf Weiteres dringlich die Wahl der AfD – perfekt oder nicht -, um Deutschlands/Europas ökonomischen und kulturellen Untergang zu verhindern.

Gleichzeitig bleibt es dabei, daß nur noch eine Weiterentwicklung der AfD zur eindeutiger ausgerichteten „Querdenker“-Partei im Sinne einer Synthese zwischen AfD- und Wagenknecht-Fans das Ruder in Deutschland noch herumreißen könnte.

Das gilt auch für den Fall, daß in den USA erneut der „Trumpismus“ – ebenfalls ein Querdenker-Projekt – die Oberhand gewinnt. Nur in diesem Fall machte die Fortführung eines Transatlantismus Sinn. Dieser müßte dann allerdings einen gänzlich anderen Charakter annehmen: indem der Westen Russland mit ins Boot nähme. Wobei die US-Akzeptanz der Gaspipeline Northstream II zum Prüfstein einer hoffentlich geläuterten Haltung der Amerikaner würde.

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3 Gedanken zu „Der Ukrainekrieg ist auch für die AfD die „Stunde der Wahrheit“ (Martin Sellner)“

  1. Kann ich zum grossen Teil unterschreiben. Zu viel an Gleichklang bedeutet aber immer das Ende der Diskussion um den weiteren Weg. Das darf nicht geschehen.

    1. Wie gesagt halte ich es für wichtiger, in essentiellen Fragen endlich gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Das schließt Diskussionen im Rahmen der einmal gefundenen Grundrichtung ebenso wenig aus, wie über etwaige notwendig werdende Kurskorrekturen. Was aber gar nicht geht, ist das weitere energieaufzehrende Ziehen in unterschiedliche, teils diamental entgegengesetzte Richtungen.

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