Quo vadis Europa ?

Weltbürger oder globaler Untertan ? Ein Diskurs über Europa und die EU, infantile Affekte, Alltagsklugheit und den nicht erkannten Elefanten im Wohnzimmer. Inspiriert durch den Soziologen Manfred Kleine-Hartlage und dessen Buch: „Die liberale Gesellschaft und ihr Ende“ (Antaios, Schnellroda 2013).
Mein bei Citizen Times veröffentlichter Artikel ist kurz darauf auf dem links-konservativen Debatten-Magazin „le-bohemien“ in leicht veränderter Form mit Zwischenüberschriften erschienen, was ihn leichter lesbar macht.
http://le-bohemien.net/2013/09/16/quo-vadis-europa/?fb_source=pubv1

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Wechselmodell bei Trennung und Scheidung

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Bei Trennung oder Scheidung der Eltern sind die Kinder in der Regel die Leidtragenden.
Sie müssen häufig damit leben, dass sie einen Elternteil (meistens den Vater) nur noch selten zu Gesicht bekommen. Das kann zu einer Entfremdung führen, die das Kindeswohl gefährdet, aber immer wieder in der Rechtsprechung praktiziert wird. Alexander Heumann, Fachanwalt für Familienrecht, macht sich daher beim Sorgerecht für ein gleichberechtigtes  Wechselmodell stark. Seinen Fachartikel veröffentlichte PAPA-YA, das Magazin für kindgerechte Familienpolitik, in seiner Ausgabe 11/2012.

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Hier den Beitrag lesen: http://familien-u-erbrecht.de/pdf/Wer_Streit_vermeidet.pdf

Über Motivation

Heinz Fritz – Ihr Life Coach [newsletter@ihr-life-coach.de] erzählt diese „Geschichte von den drei Männern, die eine Kirche aus Stein bauten … Als sie gefragt wurden, was sie täten, sagte der erste Mann, er breche Steine, der zweite sagte, er verdiene seinen Lebensunterhalt und der dritte sagte, er baue die größte, schönste Kathedrale der Welt. Er fragt: „Welcher der Männer denken Sie, hatte die höchste Motivation und Kraft vorwärts zu kommen?“

 

Hier geht es nicht um Sozialpolitik oder Religion, sondern um Motivationspsychologie: Nicht was du äußerlich machst, sondern die innere Einstellung dazu ist entscheidend. Denn die Kraft der Motivation kann sich nur aus dem kreativen Visualisieren der Zukunft speisen (so wie im Gleichnis bei dem dritten Mann).

Auf einer gewissen (Schwingungs-) Ebene des Daseins realisiert der Mensch, dass er (insb. seine Gedanken und Gefühle) die URSACHE für alles ist, was ihm (und in gewisser Hinsicht sogar anderen) widerfährt. Das ist das Prinzip der Verantwortung.
Wer meditiert, erfährt das. Dieses Licht kann einem aber genauso gut bei Aktivitäten wie Joggen, Tanzen, Tauchen etc. oder auch beim schlichten Vor-sich-hin-träumen aufgehen.

Nur unser sog. rationaler Verstand hat Schwierigkeiten, das zu verstehen: Er begreift alles als WIRKUNG vermeindlich unabänderlicher äußerer Umstände und Gegebenheiten. Das ist das Realitätsprinzip. Selbstverständlich hat auch dieses Prinzip seine Berechtigung.

Für Kommunikationswissenschafter, Paartherapeuten und Mediatoren ist das aber alles eine Frage der sog. (rein subjektiven) Interpunktion in einem Kreis:
Wer hat „angefangen“ ? Bin ich Ursache oder Wirkung ? Reagiere ich nur auf Andere oder agiere ich ? Henne oder Ei ?

Manchmal stellt einen das Dasein (Gott) vor solche Fragen, löst eine alte Rechnung ein und verlangt, dass man sich jetzt aus Dankbarkeit für das viele Positive, das einem bereits geschenkt wurde, gegen sein EGO und sich – gefälligst (!) – endlich als Ursache begreift. („Wer nicht hören will, muss fühlen“, sagte meine Oma immer).

Und auf einer Ebene höherer Schwingung findet der Mensch auch die Quelle der Kraft des ´Hier und Jetzt´. Stark zu sein, sich als Ursache zu begreifen und AUS SICH SELBST HERAUS Energie zu entwickeln (ohne auf diejenige anderer angewiesen zu sein). Das ist Magie. Diese existiert in weißer Form (Liebe), wie auch schwarzer Erscheinungsform. Du wählst. Das ist die Freiheit des Willens.

In der Geschichte von den 3 Männern (oben) machen alle 3 Männer bei rein äußerlicher Betrachtung genau dasselbe: Steine schleppen. Aber einzig der dritte Mann lebt in einem Zustand innerer Kraft und Gnade, ist nicht Sklave sondern Meister seines Lebens. Nur er ist wirklich glücklich. Und falls „die Kathedrale“ irgendwann zur Freude aller fertig werden sollte, dann liegt es vor allem an Menschen wie ihm.

Referat Herbst 2009: „Reformbedarf im Familienrecht – Ausblicke?“

Sehr verehrtes Publikum ! Mein Name ist Alexander Heumann. Ich bin Fachanwalt für Familienrecht in Düsseldorf.
Nachdem Sie schon Überblicks-Referate zum neuen Familienverfahrensrecht gehört haben, möchte ich Sie nicht mit viel Wiederholung traktieren.  Das mir vorgegebene Thema lautet ja auch „Reformbedarf – Ausblicke“.  „Ausblicke“ – also Prognosen – sind bekanntlich schwierig, weil sie die Zukunft betreffen.
Auch bei „Reformbedarf“ habe ich erst mal geschluckt, Gerade eben ist ja erst eine Flut von familienrechtlichen Reformen über uns hereingebrochen. Wird vom Gesetzgeber nicht zuviel erwartet ? Zumindest in der Praxis sind die handelnden ´Professionals´ (Richter, Jugendamt, Sachverständige, Verfahrensbeistand, Anwälte etc.) z. T. wichtiger, als der genaue Wortlaut der Paragraphen – schon weil Gesetze naturgemäß unbestimmt sind und in der Praxis häufig nicht beachtet werden.
Vielen glauben ohnehin, die Familienjustiz sei eine Art irreparables Auslaufmodell. Die Zukunft läge im außergerichtlichen Schlichtungswesen, in der Beratung, in der Mediation. Sollten die konfliktbeteiligten Eltern nicht besser in sich gehen und selber ihre Konflikt-Suppe auslöffeln – statt immer nach dem Gesetzgeber zu rufen und die Gerichte zu behelligen ? Die Justiz könne naturgemäß die den kindschaftsrechtlichen Streitigkeiten zugrundeliegenden – im Kern menschlichen – Konflikte und Probleme nicht lösen. Im Gegenteil: Sie schade, sie sei eine „Falle“ proklamierte z. B. ein Dipl.-Psychologe vor einigen Jahren in der Fachzeitschrift KindPrax: Machen Recht und Justiz nicht alles nur noch schlimmer ? Bauschen sie nicht die Konflikte erst künstlich auf ? Führen sie nicht zu unnötigen langjährigen Grabenkriegen ? Dergleichen hat man auch der Psychoanalyse schon vorgeworfen: Dass sie die Krankheit sei, für deren Lösung sie sich hält. Referat Herbst 2009: „Reformbedarf im Familienrecht – Ausblicke?“ weiterlesen

“PAS” und die Kindschaftsrechtsreform

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Gedanken eines Fachanwalts für Familienrecht zu einer aktuellen Diskussion

von RA und Fachanwalt für Familienrecht
Alexander Heumann, Düsseldorf
(Juli 2000)

I. Definition des ´PAS´:
Unter dem Parental-Alienation-Syndrome (Eltern-Entfremdungs-Syndrom) – im Fachjargon kurz mit dem Akronym ´PAS´ bezeichnet -, wird die „kompromisslose Zuwendung eines Kindes zu einem, den guten Elternteil, mit dem es zusammenlebt, und die ebenso kompromisslose, feindselige Abwendung vom anderen, dem bösen, gehaßten Elternteil“[1], mit dem es nicht mehr zusammenlebt, im Kontext von Umgangs- und Sorgerechtsstreitigkeiten verstanden.

Dem Syndrom wird z. T. „klinischer Wert“ beigemessen. „Gravierende Beeinträchtigungen in Bezug auf Identität, Vertrauen, Liebes- und Beziehungsfähigkeit“ werden als „fast sicher voraussehbare Spätfolgen“ bei betroffenen Kindern betrachtet.[2] Nicht nur der Verlust eines Elternteils, sondern auch die sich hieraus oft entwickelnde „symbiotische Bindung“ an den verbleibenden Elternteil mit später schlechteren Abnabelungschancen sind anzuführen.

Über Ursachen und Auswirkungen des PA-Syndroms besteht allerdings Streit unter Psychologen, Sozialpädagogen und Juristen, erst recht darüber, ob und inwieweit Familiengerichte intervenieren dürfen oder sollen. “PAS” und die Kindschaftsrechtsreform weiterlesen