OB Geisel als ´politisch inkorrekter´ Lude – und AfD: Die Partei, die sich nicht traut

OB Geisel verkleidet sich Karneval – wenige Tage „nach Köln“ – als Rotlicht-Größe bzw. „Deutschlands kultigster Bordellchef“ Wollersheim, über den es auf Wikipedia heisst:

Mitte der 1990er Jahre musste er eine Haftstrafe wegen erpresserischen Menschenraubs verbüßen“ [nachdem ihm eine Prostituierte ´gekündigt´ hatte].
Und: „Im Rahmen einer großangelegten Razzia wurde Wollersheim mit einem Dutzend mutmaßlicher Komplizen am 3. Juli 2012 festgenommen, insgesamt wurde gegen 80 Beschuldigte ermittelt. Nach Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Düsseldorf wurden in drei Düsseldorfer Bordellen mindestens 130 Freier erst betäubt und dann mit deren Kreditkarten große Summen abgebucht. Bei Beschwerden soll mit kompromittierenden Videos gedroht worden sein.“

Ich kenne McGeisels heimliches Vorbild nicht; scheint aber eine exquisite Persönlichkeit zu sein, die zurecht seit der Jahrtausendwende von den Medien gehypt wird. M. a.W.: Das Verhalten Geisels ist durchaus politisch korrekt und mainstreamgerecht. Wenn seine Fans die Ludenshow als zivilcouragierte Kampfansage an die Politische Korrektness feiern, ist das vor dem Hintergrund des herrschenden links-liberalen atheistischen Materialismus einfach lächerlich. Wer einmal ´Millionär´ oder ´im Fernsehen´ ist oder parteipolitische Karriere gemacht hat, den fragt keiner mehr nach dem ´Wie´.

Gelegentliche Gefechte mit „Gleichstellungsbeauftragten“ offenbaren die innere Widersprüchlichkeit der herrschenden Ideologie, die sich je nach Bedarf mal „liberal“, mal islamophil, mal ´anti-sexistisch´ geriert und dadurch ständig mit Streichhölzern und Ölkanister in der Hand Unruhe provoziert, um endlich a´ la George Orwell gegen „Rechte“ oder Christen („Fundamentalisten“) durchregieren zu können. Pegida Köln erinnerte soeben deutlich an den erbärmlichen feuchten Traum der Altparteien, ihre Konkurrenten von AfD oder Pegida vom Verfassungsschutz beobachten zu lassen.

Dennoch: Die Scheindebatten „nach Köln“ können nicht darüber hinwegtäuschen, dass die politische Klasse ihr einstiges Mündel – ´diskriminierte´ Frauen, insbesondere alleinerziehende – längst durch das lukrativere, unter dem Euphemismus „Flüchtlinge“ firmierende Klientel ausgewechselt hat. Mit Blick auf die transatlantische Endlösung („Deutschland verrecke“) erscheint das auch lohnender. Denn – erstens – werden durch die Grenzöffnung erstmals politisch unwiderrufliche Fakten geschaffen – und zwar im Zeitraffer. Zweitens sind die Profite der pseudowissenschaftlichen Genderindustrie ´Peanuts´ im Vergleich mit der in den nächsten Jahren zu erwartenden „Bereicherung“ für die ´Asyl´-Industrie. Und drittens war der Genderhype nur vorbereitende Eierentfernung bei westeuropäischen Männern für die nunmehrige ´Periode 2´.

Und wie sich zeigt, folgt die Entwaffnung auf dem Fuße. Obwohl sich Invasoren, Vergewaltiger und Landfriedensbrecher für eine Verschärfung von Waffengesetzen ebenso wenig interessieren dürften wie für ausländerrechtliche Kautelen.

Den verräucherten ´Stammtischen´ und Investitionen kompromißsuchender Gastwirte hat man ja schon vor Jahren mit grün-totalitärem Nichtraucherschutz den Garaus gemacht. Oppositionelle Kräfte sollen sich auch außerhalb der Straßen nicht mehr versammeln oder sich – wie einst die ´68er – die Nächte mit politischen Diskussionen um die Ohren hauen. Sie haben gefälligst das staatliche Steuersäckel zu füllen, anstatt orwell´sche ´Gedankenverbrechen´ auszubrüten. Da kann Online-Fickbörsen, Flatrate-Puffs, Ballermann, Dschungelkamp – alternativ Rosamunde-Pilcher oder „Traumschiff“ – schon eher politische Unbedenklichkeit attestiert werden.

Aktuellen Sonntagsumfragen „nach Köln“ zufolge haben CDU und SPD seit der letzten BTW 2013 kaum Stimmen verloren. Mein Entsetzen darüber ist größer als die Freude über den erwartungsgemäßen Zuwachs der AfD auf ca. 10%. Denn in einem ´normalen´ Land aus mehrheitlich unverbildeten und unverblödeten Menschen hätte ein Erdrutsch zu verzeichnen sein müssen. Glauben mehr als 60%(!) der Deutschen immer noch, dass ihre „Reisefreiheit“ die wichtigste Frage der Nation sei – und ernsthaft auf dem Spiel stünde -, wenn man wasserdichte nationale Grenzkontrollen für Kriminelle und massenhaft undurchsichtige „Flüchtlinge“ einführte? Folgen sie immer noch dem Bundesfinanzminister, der in seiner Ansprache so tut, als dürfe dann keiner mehr rein oder raus – und wir ergo auch gleich eine DDR 2.0 erschaffen könnten? Selbst wenn der Arme beim Wiederkäuen seiner Lügen – das macht ja keinem wirklich Spaß – aus der Wäsche schaut, als hätte er schlimmste Verstopfung und Hämorrhoiden gleichzeitig? Und wo hat EU-Junker nur seine roten Pausbacken her? Wenn man sieht, wie er seinen politisch Untergebenen im Vorbeigehen mit jovialer Geste die Haare zerzaust, drängt sich ein Verdacht auf …


Die Partei, die sich nicht traut

Abgesehen davon, dass nicht nur Wahlergebnisse, sondern auch Umfragen manipuliert sein könnten, könnte das für die AfD immer noch relativ magere Ergebnis allerdings auch an deren Strategie im ´Westen´ liegen. Dort beschränkt man sich – einschließlich der sonst so dynamischen „Jungen Alternative“ – auf heimliche Politik unterhalb des Radars der Feinde. Insbesondere in NRW focussiert man sich bislang ganz auf 2017, setzt alle Hoffnungen auf die nächste Bundestags- und Landtagswahlen – wohl auch persönliche.

Eine Freundin in einer nur mittelgroßen rheinischen Stadt wurde wegen politisch inkorrekter Facebook-Äußerungen von örtlichen AfD-Größen privat zum nächsten Stammtisch eingeladen. Sie fragte: Wo seid Ihr? Warum höre ich von Euch nichts? Warum erfahre ich nur auf konspirativen Kanälen von Eurer Existenz?

Ich wünsche meiner ehemaligen Partei, dass diese Strategie aufgeht, habe aber Bedenken, die durch die neuen Umfragen bestätigt werden: Da ist offenbar noch viel Deprogrammierung erforderlich. Kann man diese Herkulesaufgabe im Stillen oder durch unauffällige ´Infostände´ in Einkaufspassagen bewältigen? Wie viel gesammelten Sachverstand aus Landesfachausschüssen braucht man eigentlich, um überzeugend und in hinreichender Lautstärke vertreten zu können, dass Deutschland als conditio sine qua non für alles Weitere erst einmal Grenzsicherung benötigt, i. Ü. mehr Personal bei Polizei & Justiz und Kooperation mit Russland, aber weniger Bevormundung aus Brüssel und arschkriecherische „Westbindung“? Kurz: Dass Deutschland mehr ´schweizerische´ Grenz- und Haushaltssouveränität braucht, aber nicht den von europäischen Nachbarn isolierenden, neuen verfassungswidrigen Sonderweg in der Flüchtlingsfrage?
[Selbst die NewYorkTimes rät uns plötzlich,die Grenzen Deutschlands für Neuankommende jetzt zu schließen, (…) einen geordneten Rückführungsprozeß [„deportation“] für gesunde junge Männer zu beginnen, (… und) „die vernarrte Illusion aufzugeben, daß Deutschlands Sünden der Vergangenheit durch eine unverantwortliche Humanitätsduselei in der Gegenwart vergeben werden können.“ http://www.nytimes.com/2016/01/10/opinion/sunday/germany-on-the-brink.html?ref=world&_r=1

Wenn nicht einmal jetzt eine Demo-Großoffensive in westlichen Großstädten erfolgt, wann dann? Die Generalprobe tausender krimineller muslimischer und/oder schwarzer „Flüchtlinge“ samt Sympathisanten und Popcorn-Zuschauer in Köln und anderen deutschen und europäischen Städten lässt nicht vermuten, dass es von nun an  ungefährlicher auf Deutschlands Straßen werden wird, als dies durch ´Antifa´ & Co. ohnehin schon der Fall ist. Im Westen gibt es noch keine ´Pegida´ vergleichbaren Zulaufs wie im Osten, die die Pfade bereits ausgetreten hat und an die man sich komfortabel dranhängen kann. Jedoch: Wer sich jetzt nicht traut, muss sich fragen lassen: Wann dann? Deutlich mehr als läppische 10% des Volkes sind jetzt – mit Fug und Recht(!) – bereit, sich abholen zu lassen von einer „Alternative für Deutschland“.

 

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10 Gedanken zu „OB Geisel als ´politisch inkorrekter´ Lude – und AfD: Die Partei, die sich nicht traut“

  1. Sehr geehrter Herr Kollege Heumann,

    vielen Dank für die Zusendung dieses, Ihres Beitrages.
    Ich stimme Ihnen in jeder Hinsicht zu.
    Der Beitrag sollte, auch im Hinblick auf die hier am Sonntag, dem 13. März 2016 in Baden-Württemberg, Sachsen-Anhalt und Rheinland-Pfalz stattfindenden Landtagswahlen UNVERZÜGLICH mit Ihrem Konterfei auf Seite 1 aller verfügbaren Zeitungen in Deutschland und Europa, swohl in Druckausgabe, als auch im Internet erscheinen.
    Beste Grüsse
    Gunther Marko, Sulz am Neckar, Samstag, 16. Januar 2016, 12 Uhr 43.
    Hinweis: Nicht Euro – sondern natürlich Marko.

  2. Sehr geehrter Herr Heumann,

    vielen Dank für Ihren guten Artikel.

    Wodurch ich irritiert bin: Wie kommen Sie auf den absurden Gedanken, daß Nichtraucherschutz „grün-totalitär“ sei?
    In meinem Heimatland Deutschland gibt es nur unzureichenden Nichtraucherschutz.
    In Ländern wie Australien, Neuseeland, Kanada, USA gibt es herausragenden Nichtraucherschutz.

    Wollen Sie etwas konkret behaupten, daß diese Länder grün-totalitär seien? Ich glaube, daß faktisch wohl das Gegenteil der Fall ist.

    Mit freundlichen Grüßen

    Frau Will

    1. Wo ist denn der Nichtraucherschutz in Deutschland „unzureichend“? Bitte um Mitteilung 🙂 Natürlich ist es „grün-totalitär“, Gastwirten abgeschirmte ´Raucherabteile´ zu verbieten, was denn sonst?! M. E. müßte es in einem freien Land sowohl Nichtraucher-, als auch Raucherkneipen geben dürfen.

      1. Sehr geehrter Herr Heumann,

        zunächst zu Ihrer Frage:
        Das Rauchen ist in der deutschen Gesellschaft allgegenwärtig. Nach wie vor in allen Eingängen zu jeder Art von öffentlich betretbaren Gebäuden, in allen unter freiem Himmel sich aufhaltenden Menschenmengen. Da in allen Eingängen geraucht wird, zieht der Rauch an all diesen Orten in die Gebäuden hinein, wodurch diese natürlich nicht rauchfrei sind.
        Es stinkt überall danach.
        Zum Vergleich meine Erfahrung von meinen vielen Amerikaaufenthalten: Dort wird – hiermit konkret und explizit bezeugt – in der Nähe von Hauseingängen und in Menschenmengen nicht geraucht. Zuimindest war das so an den Orten, an denen ich mich aufgehalten habe.

        Ein konkretes Beispiel: Freibäder. – Hier in Deutschland wird man dort von Rauchern zugequalmt, in Amerika ist das Rauchen dort verboten.

        Ich gehe dort übrigens gerne in Bars, was ich in Deutschland niemals tue, weil es trotz des sogenannten „Nichtraucherschutzes“ hier überall stinkt.

        Zudem zweiten Teil ihrer Antwort:
        Sie haben leider in keiner Weise meine Frage konkret beantwortet. Die Frage war konkret, auf den Punkt gebracht, und man kann auch eine konrete Antwort darauf geben.
        Meine Frage war, ob Sie Australien, Neuseeland, Kanada und USA für grün-totalitäre Staaten bzw. Völker halten.
        (Es sind freiheitlich-konservativ-bürgerliche Völker. Sie können leider nicht erklären, warum in diesen freiheitlich-konservativ-bürgerlichen Völkern bzw. Staaten auf dieser Erde der Nichtraucherschutz am weitesten entwickelt ist. Der Nichtraucherschutz dort hat nichts mit grünem Totalitarismus zu tun.)

        1. Das absolute Verbot von Raucherkneipen ist „grün-totalitär“ – überall, wo es anzutreffen ist. Eine Pauschalaussage über „Völker“ ist damit natürlich nicht verbunden, eher schon über eine Partei bzw. Geisteshaltung, die aber selbstredend nicht im gesamten Volk anzutreffen ist. Frage jetzt beantwortet?

  3. Sehr geehrter Herr Heumann!
    Die Partei traut sich schon! Ich will Ihnen aber mal ein Beispiel geben, wie hier im Westen mit der AfD verfahren wird.
    Zur Herbstoffensive 2015 der AfD sollte in Oer-Erkenschwick ein Info-Stand aufgebaut werden. Mitten in der Stadt. Dieser wurde an diesem Ort von der Stadtverwaltung nicht genehmigt. Deshalb wurde der Stadtverwaltung ein anderer Ort, etwas abseits vorgeschlagen. Es wurde ein Termin ausgemacht, um zu klären, ob dieser Ort denn von der Stadtverwaltung genehmigt werden könne. Am vereinbarten Tag, zur vereinbarten Uhrzeit und am vereinbarten Platz waren – eigentlich schon vorhersehbar – nur AfD-Mitglieder. Niemand von der Stadtverwaltung hat sich blicken lassen!
    Es wurde alles solange verzögert, bis die Herbstoffensive vorbei war!
    Ausführlicher will ich nicht werden. Es werden z. Z. andere Strategien erarbeitet, dass man unser Auftauchen in der Öffentlichkeit nicht mehr im Vorfeld verhindern kann.
    Soviel auch zum Demokratieverständnis unserer Kommune!

    1. Lieber Herr Bargel, ich wollte diese Art praktische ´Schwierigkeiten´ keineswegs kleinreden. Wir leben keineswegs in einem ´neutralen´, pluralistischen Rechtsstaat. Statt der Bitte von Genehmigungen von Infoständen rege ich ja auch Demonstrationen an – diese bedürfen keiner Genehmigung, sondern nur einer Anmeldung. Das müßte allerdings zentral von Landes- oder zumindest Bezirksvorstand gesteuert werden, um Marginalisierung und Zerstreuung auf viel Klein-Klein entgegen zu wirken.

  4. Ich möchte gerne noch hinzufügen, daß ich absolut nichts gegen Raucherkneipen hätte, solange sie zahlenmäßig überschaubar bleiben. Ich habe jedoch etwas gegen „abgetrennte“ Raucherbereiche, da es sowas physikalisch nicht gibt. Denn Rauch kann ja nicht „abgetrennt“ werden. Wie soll das physikalisch gehen? Bei Ikea in Düsseldorf gab es vor dem neuen Gesetz so einen „abgetrennten“ Raucherraum. Es stank bis zur Treppe hinunter nach Rauch.

    Solche Raucherbars gibt es meines Wissens auch in Amerika und Australien. Wie gesagt hätte ich absolut nichts dagegen und fände es auch in Ordnung für die Raucher.
    Das Problem in Deutschland war, daß die Raucher aus deren Existenz früher wohl das Recht ableiteten, überall rauchen zu dürfen. Es ist eine Tatsache, daß solche Regelungen in NRW nicht funktioniert haben und zur allgemeinen Anarchie geführt haben. Die Raucher sind also selber schuld daran, daß man sich nicht mehr anders zu helfen weiß als mit einem generellen Verbot in Gaststätten.

    1. Gut, dann sind wir uns ja immerhin einig, dass es sowohl Nichtraucher-, als auch explizit so ausgewiesene Raucherkneipen geben dürfen müsste, nach Entscheidung des Gastwirts. Ihre sonstigen Einwände und Bedenken bzgl. Rauchern wären ja dann Makulatur.

  5. Verehrter Alexander Heumann,
    das ist genau der richtige Ansatz: Vernetzt euch und zeigt Flagge auf Demos, auf Infoständen. Es gibt immer mehr Menschen, die den Ernst der Lage erkannt haben, sich nur nicht aus den Startlöchern trauen, weil sie nicht wissen, wer zu ihnen gehört. Deshalb redet miteinander, im Bus, in der Bahn, beim Einkaufen, mit den Nachbarn, damit ihr wisst, wer zu euch gehört.
    Den Rest erledigen die „Eingeladenen“.Köln war doch ein „guter“ Anfang.
    Schön zu wissen, dass mutige wie Alexander Heumann vor Ort sind.

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