Islam und westlicher Imperialismus

Habe nun, ach, die „Thesen zum Islam“ eines Kollegen, RA Dr. Thor von Waldstein (nebst 10 Seiten Netz-Kommentare) studiert. Daraufhin 30 Seiten Gegenrede eines Philosophen und Historikers (einschließlich Kommentaren). Dann die Replik des Ersteren.

I. Vieles dreht sich um die Frage: Islam oder westlicher Imperialismus – was ist Henne und was Ei? Oder (moralisch): Wer trägt mehr Verantwortung am ´Kampf der Kulturen´? Oder (strategisch): Was birgt mehr Gefahren für Europa: Islamisierung oder ´Amerikanisierung´?

Schließlich stieß ich erneut auf eine Podiumsdiskussion von 2016 („Islam – Gefahr für Europa?“), an der – neben Dr. Von Waldstein – der Sozialwissenschaftler Manfred Kleine-Hartlage teilnahm. Dieser sagte:

„Was den Dschihad angeht, so betrachte ich ihn als einen Ölteppich, den ich auch nicht für irgendetwas verantwortlich mache, von dem ich aber weiß, dass er sich ausbreitet, wenn man ihn nicht eindämmt.“

Das halte ich für einen der beiden entscheidenden Gesichtspunkte. Auch Dr. von Waldstein hat dem zugestimmt, mit den Worten:

„Der Anspruch des Eigenen, vor dem Fremden bewahrt und geschützt zu werden, ist nicht davon abhängig, ob man das Fremde als hoch- oder minderwertig einordnet. Das Fremde ist das Fremde, und nur darauf kommt es bei dem Schutz des Eigenen an.“

II. Zwei-Fronten-Krieg
Auch der zweite elementare Aspekt wurde von Manfred Kleine-Hartlage sogleich benannt: „Dass wir uns in einem Zwei-Fronten-Krieg befinden“:

Einerseits „der Islam als Dschihadsystem, das sich jetzt gegen Europa ausbreitet“.
Andererseits internationale Eliten, die Europa im Interesse des frei fluktuierenden Kapitals einem “historischen Experiment“ unterziehen, von dem jüngst sogar in der Tagesschau die Rede war: Die planmäßige Zerstörung der (relativen) Homogenität der Völker (was nichts anderes ist als „Völkermord“ i.S.v. Völkerstrafgesetzbuch bzw. Romstatuts und den Straftatbestand des „Hochverrats“ erfüllt).

Hier möchte ich goldene Worte von Dr. von Waldstein einflechten: „Deutschland ist unser Land, das wir von unseren Vorfahren geerbt haben. (…) Weil wir unseren Nachfahren die gemeinsame Heimat zu übergeben haben, sind wir gar nicht berechtigt, die Generationenkette eigenmächtig zu zerreißen und die Nation unter fremdes Kuratel zu stellen.
Und was für das Land gilt, gilt auch für das Volk. 
Für dessen Fortbestand tragen wir und niemand anderes die Verantwortung. Folglich haben wir unsere ganze Kraft für die Erhaltung des eigenen Volkes einzusetzen, ´und zwar nicht deshalb, weil man seine Gruppe für etwas Besseres hält, sondern weil man bei aller Hochschätzung der anderen das eigene Überlebensinteresse gewahrt sehen will und daher die eigene Verdrängung nicht begrüßen kann. Überleben heißt nun einmal genetisches Überleben.´ (Irenäus Eibl-Eibesfeldt, Der Mensch – das riskierte Wesen, München 1988, S. 186).“

III. Beide genannten ´Feinde´ bilden Zweckbündnisse.
Die Europäische Union läßt sich von der ´Organisation islamischer Zusammenarbeit (OIC)´ korrumpieren. Dem UN-Menschenrechtsrat steht ein Moslem aus Saudi-Arabien vor (wo man vergewaltigte Frauen ´zur Strafe´ öffentlich auspeitscht). 2009 verabschiedete dieser „Menschenrechts“-Rat eine Resolution zur Unterbindung jeglicher Religionskritik  als „Rassismus“, wobei nur der Islam genannt wird (Strafbarkeit von ´Islamophobie´). Und last but not least: Der ´tiefe´ CIA-Staat der Bushs, Clintons und Obamas unterstützt IS-Dschihadisten (er wird jetzt aber von Donald Trump bekämpft, God bless him).

IV. Beide Feinde weisen strukturelle Gemeinsamkeiten auf:

  1. Beiden geht es nicht darum, „Recht zu haben“, sondern darum, – am Ende, durch Gestaltung des Laufs der Geschichte (einschließlich juristischen Wandels) – „Recht zu behalten“. Recht hat danach nur die siegreiche Ideologie (ähnlich dem Nationalsozialismus).
  2. Beide verfahren nach dem totalitären Motto: Der Zweck heiligt die Mittel. Der Koran sagt: „Tötet die Ungläubigen“. EZB-Chef Mario Draghi sagt: „Whatever it takes“. Jeweils sollen Interessen rücksichtslos durchgesetzt werden, die noch nicht demokratisch durchgesetzt werden können (´Pillenknick´ nebst ´Umvolkung´ könnten das bald ändern).
  3. Beide Feinde untergraben große Errungenschaften der Zivilisation: Die Herrschaft des Rechts und die Volkssouveränität – die jeweils Sesshaftigkeit (statt Nomaden- oder Weltbürgertum) voraussetzen.
  4. Beide Ideologien sind antichristlich. Weil sich das Christentum (nicht gleichzusetzen mit westeuropäischen Amtskirchen) weder mit globalem Raubtierkapitalismus, noch mit dem Islam vereinbaren ließe. (Okzident und Orient sind zwar keineswegs natürliche Feinde; lange Zeit gab es im multikulturellen Mittelmeerraum keine klare Trennung zwischen ihnen. Das änderte sich allerdings im 7. Jahrhundert, als der Islam auf den Plan trat.)
  5. Europa darf sich weder von islamischer „Taqiyya“, noch von westlichen „Werten“ blenden lassen. Hinter beidem verbirgt sich undemokratische Durchsetzung von Interessen. Europa muss einen Weg zwischen Skylla und Charibdis finden. D.h. zwischen ´Pest´ (atheistischem Materialismus und Chrostopher-Street-Day-Hedonismus der Aufklärung) und ´Cholera´ (Romantisierung des reaktionären Islam als letzte Tradionsbastion).
    Christentum und Bibel sind dabei als einigende Klammer unabdingbar. Ohne diese wäre die Zurückschlagung des Islam vor Wien, wäre „Tours und Poitiers, Lepanto, Zenta“ nicht möglich gewesen. Das orthodoxe Osteuropa und Russland haben das verstanden. Es müssen allerdings wieder die heuchlerischen Pharisäer aus den Tempeln vertrieben werden.

V. Ein argumentativer Dialog mit Globalisten oder Islamisten ist nutzlos. Argumente bleiben dennoch wichtig: Im Kampf um die Köpfe und Herzen der Vielen, die noch gar nicht erfasst haben, was gespielt wird oder noch unentschieden sind in den Gretchenfragen des 21. Jahrhunderts:
– Demokratischer Nationalstaat oder Globalismus?
– Atheistischer Materialismus oder Christentum?

VI. In diesem Zusammenhang möchte ich einen Satz von RA von Waldstein auf der Podiumsdiskussion zitieren: „Auch der deutsche Bürger muss irgendwann einmal Bilanz ziehen und schauen, was er [als Wähler] mit seinem Kreuzchen in den letzten 50 Jahren angerichtet hat“.
Wenn diese Bilanz trotz täglicher Hiobsbotschaften, die das „Integrations“-Gefasel der Talkshows als Lüge entlarven, bis heute immer noch weitgehend unterbleibt, so kann das nur an der liberalistischen Gehirn- und Charakterwäsche liegen, die man den Deutschen seit der Nachkriegszeit verpasste. Dies  geschieht im Zeichen jener säkularen Antifaschismus-´Religion´ von Besatzern, die sich selber nie an ihre Spielregeln hielten (´Quod licet jovi …´). Das ist der Kern der heutigen Diktatur der „Werte“. Werte, deren heuchlerische Verlogenheit sich schon durch die Gleichgültigkeit zeigt, mit der der Westen Völkermorde quittiert, wie auch selber verübt: Völkerrechtswidrige Angriffskriege und Kriegsverbrechen im nahen Osten. Gleichzeitig lautes Schweigen angesichts weltweiter Christenverfolgung und des aktuellen Genozids an der Minderheit der weißen Farmer in Südafrika.

Der Antifaschismus-Komplex ist gleichsam der verlegte Schlüssel zu dem Schließfach, in dem das Gehirn der Links-Liberalen seit Jahrzehnten verstaubt. Nur so ist das Resultat erklärbar: Ein totalitärer (´Hatespeech´-Strafgesetze), aber einseitiger (nur für Weiße geltender) Zwang zu Fremdenfreundlichkeit und Toleranz, der im Dienste der „guten“ Sache eher noch brutal-blutigen Scharia-Gesetzen den Weg ebnet oder für schwarzafrikanische Machetenmörder Partei ergreift, als für Deutsche oder Christen.

VII. Strategisches Dilemma:
Schließfach und Gehirnwäsche führen zu einem strategischen Dilemma: Auf alles, was auch nur entfernt nach der – eigentlich erforderlichen – teilweisen Geschichtsrevision riecht, reagiert der Deutsche hochallergisch. Andererseits nützt es wenig, einem Feind erfolgreich Paroli zu bieten, während man dem anderen ins Messer läuft.
Wiederum drängt die Zeit: Die gegnerischen Lager schaffen immer mehr irreversible Fakten. Es bleibt daher nichts anderes übrig, als Querfronten zu bilden: Rechte mit Liberal-Konservativen, Christen mit Atheisten, Russlandversteher mit Putinhassern: Das Gemeinsame betonen und auseinanderdividierende Diskussionen auf später verschieben. Erst einmal das brennende Dach mit vereinten Kräften löschen. Wenn das nicht gelingt, werden spätere Generationen keine Möglichkeit mehr dazu haben. Man wird sich auf einen Minimalkonsens einigen müssen: Schluß mit der Massenzuwanderung! Wir wollen weder Islamisierung, noch Afrikanisierung Europas!

Was Anlaß zu Hoffnung gibt: Das neue christliche Amerika von Donald Trump ist ebenso auf unserer Seite wie das östliche Europa und das christlich-orthodox gewordene Russland Putins!


https://sezession.de/58382/thor-v-waldstein-thesen-zum-islam

https://sezession.de/58378/antithesen-zum-islam-eine-freie-erwiderung-auf-thor-v-waldsteins-thesen-zum-islam-i

https://sezession.de/58379/antithesen-zum-islam-eine-freie-erwiderung-auf-thor-v-waldsteins-thesen-zum-islam-ii

https://sezession.de/58377/das-eigene-und-das-fremde-stellungnahme-zu-siegfried-gerlichs-antithesen-zum-islam

Podiumsdiskussion (´Compact live´): https://www.youtube.com/watch?v=-OYmm59pcTY

 

Facebook Comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.