Ehe für alle? Wohin die Reise geht …

Wohin die Reise geht, zeigt dieser NTV-Bericht aus Kolumbien:
Erste offizielle „Dreier-Ehe“ geschlossen: drei Männer – eine Ehe.
Was hat der Standesbeamte denn so gefragt?
http://www.n-tv.de/panorama/Kolumbien-erkennt-erstmals-Dreier-Ehe-an-article19886757.html

Warum reicht die behördlich „eingetragene Lebenspartnerschaft“ nicht?
Auch diese demonstriert öffentlich Liebe und gegenseitiges Füreinander-Einstehen.

Schließlich ist damit die Gleichstellung in steuerlicher, erbrechtlicher, versicherungsrechtlicher etc. Hinsicht bereits erreicht. Ja! Wenn ich´s doch sage! Das steuerliche Ehegattensplitting gilt rückwirkend ab 2001 für eingetragene Lebenspartnerschaften!

Verkehrte Welt!

Viele Heterosexuelle, selbst Konservative, wollen nicht mehr heiraten, weil sie die vermeindlich spießige (Rechts-)Verbindlichkeit stört (obwohl sich gerade hieraus die beste Gewähr für die Dauer der Verbindung und damit für das Wohl der Kinder ergibt) – aber die (politisch oft links-bunt-liberal eingestellten) Queren wollen unbedingt die „Ehe“ miteinander eingehen. Verkehrte Welt! „Ehe für alle? Wohin die Reise geht …“ weiterlesen

Wechselmodell bei Trennung und Scheidung

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Bei Trennung oder Scheidung der Eltern sind die Kinder in der Regel die Leidtragenden.
Sie müssen häufig damit leben, dass sie einen Elternteil (meistens den Vater) nur noch selten zu Gesicht bekommen. Das kann zu einer Entfremdung führen, die das Kindeswohl gefährdet, aber immer wieder in der Rechtsprechung praktiziert wird. Alexander Heumann, Fachanwalt für Familienrecht, macht sich daher beim Sorgerecht für ein gleichberechtigtes  Wechselmodell stark. Seinen Fachartikel veröffentlichte PAPA-YA, das Magazin für kindgerechte Familienpolitik, in seiner Ausgabe 11/2012.

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Hier den Beitrag lesen: http://familien-u-erbrecht.de/pdf/Wer_Streit_vermeidet.pdf

Referat Herbst 2009: „Reformbedarf im Familienrecht – Ausblicke?“

Sehr verehrtes Publikum ! Mein Name ist Alexander Heumann. Ich bin Fachanwalt für Familienrecht in Düsseldorf.
Nachdem Sie schon Überblicks-Referate zum neuen Familienverfahrensrecht gehört haben, möchte ich Sie nicht mit viel Wiederholung traktieren.  Das mir vorgegebene Thema lautet ja auch „Reformbedarf – Ausblicke“.  „Ausblicke“ – also Prognosen – sind bekanntlich schwierig, weil sie die Zukunft betreffen.
Auch bei „Reformbedarf“ habe ich erst mal geschluckt, Gerade eben ist ja erst eine Flut von familienrechtlichen Reformen über uns hereingebrochen. Wird vom Gesetzgeber nicht zuviel erwartet ? Zumindest in der Praxis sind die handelnden ´Professionals´ (Richter, Jugendamt, Sachverständige, Verfahrensbeistand, Anwälte etc.) z. T. wichtiger, als der genaue Wortlaut der Paragraphen – schon weil Gesetze naturgemäß unbestimmt sind und in der Praxis häufig nicht beachtet werden.
Vielen glauben ohnehin, die Familienjustiz sei eine Art irreparables Auslaufmodell. Die Zukunft läge im außergerichtlichen Schlichtungswesen, in der Beratung, in der Mediation. Sollten die konfliktbeteiligten Eltern nicht besser in sich gehen und selber ihre Konflikt-Suppe auslöffeln – statt immer nach dem Gesetzgeber zu rufen und die Gerichte zu behelligen ? Die Justiz könne naturgemäß die den kindschaftsrechtlichen Streitigkeiten zugrundeliegenden – im Kern menschlichen – Konflikte und Probleme nicht lösen. Im Gegenteil: Sie schade, sie sei eine „Falle“ proklamierte z. B. ein Dipl.-Psychologe vor einigen Jahren in der Fachzeitschrift KindPrax: Machen Recht und Justiz nicht alles nur noch schlimmer ? Bauschen sie nicht die Konflikte erst künstlich auf ? Führen sie nicht zu unnötigen langjährigen Grabenkriegen ? Dasgleiche hat man auch der Psychoanalyse schon vorgeworfen: Dass sie die Krankheit sei, für deren Lösung sie sich hält. „Referat Herbst 2009: „Reformbedarf im Familienrecht – Ausblicke?““ weiterlesen